SCHMERZKLINIK am ARKAUWALD
Fachklinik für spezielle Schmerztherapie

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Informationen zum Thema Schmerz und Schmerztherapie

Nervenentzündung
weiterer Suchbeg riff: Entzündung eines Nervs

Eine Nervenenzündung, vom Arzt als Neuritis bezeichnet, kann Hirnnerven oder auch andere Ner ven des Körpers betreffen. Je nach dem wel che Nerven bet roffen sind, kann es zu Taubhei tsgefühl, Empfindungsstörung, Läh mung oder Ausfall besti mmter Körper- und Organ funktionen kommen. Darüber hinaus kann eine Nervenentzündung sehr schmerzhaft und qu älend sein.

Die Entzündung eines Nervs kann verschiedene Ursachen haben:

· Idiopathische Nervenen tzündung: diese Nervener krankung ist sel bständig, d.h. ohne erken nbare Ursache entstanden, ist also kein Symptom (= Krankheitszeichen) einer anderen Erkran kung.

· Traumatische Nervenentzündung: Folge von Verle tzungen, Unfällen (z.B. Kausalgie = komplexes reg ionales Schmerzsyndrom Typ II)

· Toxische Nervenentzündung: ausge löst durch giftige Stoffe (z.B. Schwermetalle)

· Infekt iöse Nervenentzündung: verursacht durch Ein dringen von Mikroorgan ismen (z.B. Bakter ien, Viren, Pilze, Par asiten) in den Organismus (z.B. Zecken stich)

· Dystroph ische Nervenentzündung: durch Man ge l- oder Fehlernährung en tstanden

· Neuroallergische Nervenentzündung: ursächlich ist eine kran kmachende Überempfind lichkeit, meist gegen von außen zugeführ te, nicht ansteckende Sto ffe

· I schämische Nervenentzündung: bedingt durch Minderdurch bl utung infolge unzureichender oder fehlender Zu fuhr von sauerstoffreichem Blu t, z.B. bei Arteriosklerose (= Schlagader verkalkung).

Spezielle Nervenen tzündungen (Auswahl):
(mod. nach Roche)

· Neur itis acust ica toxica:
En tzündungen mit Schädigung des Hörnerv s, verursacht durch toxische (= gif tige) Stoffe, z.B. bei Syphi lis, Typhus, Schar lach, Masern, durch Alkoho l, Tabak, Blei, Streptom ycin.

· Apoplekt iforme (= ähnlich wie bei einem Schlagan fall) Neurit is:
Monopleg ie (= teilweise bzw. vollständige Läh mung nur einer Gliedma ße) der oberen Glied maße (= Lähmung eines Ar m es) infolge Blutung in den Plexus brach ialis (= Armnervengeflecht).

· Neur itis facial is (= Entzündun gen des Gesichtsnervs)

· Neur itis optica (= En tzündungen des Sehnervs)

· Neu ritis migrans (= wan dernde Nervenentzündung). Tritt beim Warten berg-Syndrom auf, gekennzeichnet durch einen wan dernden Beinschmerz, der im Versorgungs bereich des N. ob turatorius (Oberschenkelinnenseite), N. cu taneus femoris lateral is (Oberschenkelaußenseite) und N. f emoralis (vorderer Oberschen kel sowie in nerer und vorderer Un terschenkel) auftritt. Typischer weise kommt ein Extremi tätenschmerz (= Schmerz im Bereich der Ar me und/oder Be ine), bevorzug t in Schulter und Han d, hinzu. Die Ä tiologie (= Ursache) und Pathoge nese (= Entstehung / Entwic klung) dieser wandernden Polyneu ritis (= En tzündung mehrerer Ner ven) sind unbekannt.

Die primäre Therapie einer Nervenentzündung richtet sich log ischerweise nach der Ursache. So wird man bei einer infekt iösen, durch Bakterien verursachte En tzündung eines Nervs An tibiotika geben oder bei ischäm ischen Ursache versuchen, die Durch blutung zu optimieren.

Die üblichen Analget ika (= Schmerzmittel) helfen bei einer Nervenentzündung nicht zufriedenstel lend, allenfalls in höherer Dosierung mit entsprechenden Neben wirkungen. Hilfreicher sind sog. Antiepilept ika (= eigentlich Mittel gegen die Fallsuc ht, aber auch bei diesen Schmer zen hilfreich). Als erste Wah l gelten heute Gabapent in oder Pregabalin, als 2. Wahl Carbam azepin.

Nicht selten klingt aber trotz einer kau salen (= auf die Ursache gerichteten) fachärztlichen Behand lung eine schmerzhafte Nervenentzündung nicht ab, so daß dann schmerzt herapeutische Behand lungsmethoden gefragt sind. Länger bestehende Sch merzen erfordern prak tisch immer eine Kombination von versch iedenen Therapieverfah ren (die sog. multimodale Schmerzth erapie), die aber nur in spezialisierte Zen tren angeboten werden können.

Insbesondere erweist sich bei einer Nervenentzündung die therapeu tische Lokalanästhesie (= Behandlung mit Lokalanästhetika) in Form von wiederhol ten Nerven blockaden mit einem lang wirkenden örtlichen Be täubungsmittel als sehr hilfreich, opt imal sind kontinuierliche Blockaden mit eingepflanztem Kat heter (*siehe unten). Dabei kommt es neben der erwünsch ten Schmerzlinderung durch die gleich zeitige Blockade vegetativer (= das unwill kürliche Nervensystem betreffende) Ner ven anteile zu einer Weitstellung der beteil igten Blu tgefäße und damit zu einer lokal en (= örtlichen) Mehrdurchblutung (Sympath ikolyse), die u.a. Entzündu ngen kausal (= ursächlich) en tgegenwirkt. Eine solche Durch blutungssteigerung kann medikamentös system isch (= durch eingenommene oder gespri tzte Durchblutungsmi ttel) nie erreicht werden.

Wenn eine schmerzhafte Nervenentzündung längerfristig besteht, so ist davon auszu gehen, daß bereits ein Chron ifizierungsgrad II oder III (Mainzer Stad ieneinteilung) vorliegt. In diesen Fällen sind rein somat ische (= körperliche) Behand lungen kaum mehr ausreichend, sondern es müssen zusätzlich psycholog isch /psychotherapeu tische Interven tionen erfolgen.

* Bei der sog. kontinuierl ichen Blockade mit Kat heter wird vorübergehen d (z.B. 10-14 Tage lang) ein dü nner Kunststoffschlauch dicht an Nervengeflechte bzw. den bet roffenen Ner ven eingepflanzt. Die Einpflan zung erfolgt durch eine handelsübliche Kan üle hindurch, es muß also nicht "aufgesch nitten" werden. In der Fol ge wird über diesen Kathe ter mehrmals täglich, jeweils nach Abkl ingen der vorangegangenen Dos is, das Lokalanästhet ikum (= örtliche Betäubungsmittel) völlig schmerz los nachgespritzt. In bestimm ten Fällen kann zur Verabreich ung des örtlichen Betäubungsmittel durch den Kathe ter hindurch auch eine kleine Pu mpe angeschlossen werden. Nac h neueren Erkenn tnissen vermag eine solche, intens ive, längerfristige Blockadebehand lung auch das sog. Schmerz gedächtnis zu löschen.

Vi ele gute Grün de sprechen für eine stationäre Behand lung in d er SCHMERZKLINIK am ARKAUWALD, so z.B.:

Für Mitgl ieder gesetzlicher Krankenkass en biet en wir auf der Grund lage des § 4 0 bzw. 111 SG B V Reha-Behand lungen an und für Patien ten mit private r Kasse werden Kran ken hausbehandlungen gemäß OPS 8 -918 durchgeführ t. Die Kl inik ist auch beihilfefähig. Teil weise übernehmen auch Ren tenversicherun gen und Berufsgenossenschaften die Kos ten für eine stationäre Schmerz behandlung.
Die Kostenübernah me muß aber zuvo r bean tragt werden (gilt auch für p rivate Kassen oder Beih ilfe).

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Impressum Aktualisiert:>11.10.2009</>

<strong>Entzündung eines Nervs</strong>